Schmittingheide, Rosengarten, Eltropweg sind Straßen in Münsters Südosten, in deren Häusern fast ausschließlich Bedienstete der Bahn wohnten und das Gebäude der ehemaligen
Bundesbahnschule steht. Hier entstand auf Bahngrund 1966/1967 ein Sportplatz mit Leichtathletischen Anlagen, der per Überlassungsvertrag dem Eisenbahner Sportverein Münster von 1927 e.V. zur Nutzung und Pflege überlassen wurde. In der Folgezeit entwickelte sich dort ein reger Sportbetrieb mit mehr als 100 neuen Mitgliedern für den ESV Münster.
Die Fußballabteilung „Gruppe Schmittingheide“ meldete 2 Seniorenmannschaften und in den Juniorenklassen A bis E je eine Mannschaft zu Meisterschaftsrunden an. Die Sanitär- und Umkleideräume befanden sich im Keller der ehemaligen Bundesbahnschule, eine Fertiggarage beherbergte Maschinen und Geräte.
Durch die rührigen Aktivitäten des damaligen Gruppenleiters
Friedhelm Blöß und seiner Helfer wurde diese Gruppe autark und stand wirtschaftlich in schwarzen Zahlen. Eigenleistung stand hoch im Kurs und wurde intensiv betrieben.
Motor dieser Gruppe war der unermüdliche Friedhelm Blöß, der alle Tätigkeiten vorlebte, ob Platzwart, Zeugwart, Trainer oder Schiedsrichter. In den Jahren nach 1975, nach der Auflösung der Bundesbahndirektion Münster und seinen Folgewirkungen mit Versetzungen und Wegzug vieler Eisenbahner, insbesondere durch den Wegzug von Friedhelm Blöß 1985 fiel die Gruppe Schmittingheide in sich zusammen.
Regelmäßige Meisterschaftsspiele konnten auf Dauer nicht mehr an den Fußballverband gemeldet werden. Die verbliebenen Eisenbahner organisierten sich in Hobbygruppen und nutzten so die Sportanlage Schmittingheide. Auch Anfragen von anderen Vereinen und insbesondere solche des Betriebssports nach Vermietung konnten positiv beschieden werden.Auf diese Weise war ein wirtschaftlicher Einsatz der Anlage Schmittingheide für den ESV Münster gegeben. Auch die Anfragen beim Sportamt konnten befriedigt werden.
Der ESV Münster kann auf die Sportanlage Schmittingheide als vereinseigene Anlage verzichten, weil die sporttreibenden Mitgliederzahlen aus vorbezeichneten Gründen entsprechend geringer wurden.
Die Bundesbahnschule wurde im Zuge weiterer Ratiomaßnahmen aufgelöst und für die Bahn gestaltete sich die Vermarktung des Gebäudes äußerst schwierig. Die Immobilie Bahnschule und das Grundstück Sportgelände mit Parkplatz wurden für die Bahn nur noch durch einen Verkauf interessant, wo die Stadt Münster inzwischen Interesse zeigt.
Günter Gläser 12.12.2009



